Liebe Freundinnen und Freunde des Instituts,

 

als wichtiges Ereignis in der ersten Hälfte dieses Jahres steht der Kongress Bewusstseinskultur! Begegnung westlicher Psychotherapie und buddhistischer Geistesschulung vom 13. – 15. April in Dresden bevor.


Aufgrund der erfreulich großen Nachfrage steht jedoch nur noch ein begrenztes Kontingent an Kongresskarten zur Verfügung. Wenn ihr teilnehmen möchtet, bucht daher möglichst bald unter: http://www.bewusstseinskultur-kongress.de

 

Anlässlich des Kongresses findet ihr in diesem Newsletter ein Interview mit Dr. Ulrike Anderssen-Reuster, die als Begründerin von "IKOPS – dem Institut für Kontemplative Psychotherapie Sachsen" Mitveranstalterin des Kongresses ist.


Unter "Neues aus der Forschung" findet ihr wieder einen informativen Artikel von Sabine Bläser über die neuesten Forschungsergebnisse. Dieses Mal wird uns besonders das Thema Achtsamkeit und Hirnforschung interessieren.

 

Nach den aktuellen Büchertipps findet ihr am Ende des Newsletters die aktuellen Termine des Instituts.

 

In Vorfreude auf den Frühling und ein baldiges Wiedersehen grüßen euch herzlich

 

Linda Lehrhaupt und Petra Meibert


Hier können Sie den gesamtem Newsletter herunterladen

 


Neues aus Wissenschaft und Forschung

 

Achtsamkeit und Hirnforschung – Mönche im Scanner


von Sabine Bläser

 

"Im Inneren der Maschine wurde es rasch ziemlich warm. […] Arme, Beine und Kopf waren fi­xiert, so dass ich mich praktisch nicht rühren konnte. Ein Beißschutz im Mund verhinderte jede Kieferbewegung. […] Festgeschnallt, wie ich war, konnte ich mir nicht die Schweißperlen abwi­schen, die mir langsam das Gesicht hinunter rannen." So beschreibt der Mönch Yongey Mingyur Rinpoche in dem Buch "Heitere Weisheit" seine erste Erfahrung in einem "Gehirn-Scanner". Ob­wohl sich dieses Erlebnis wohl alles andere als heiter angefühlt haben mag, erklärte er sich gemein­sam mit 14 weiteren buddhistischen Mönchen dazu bereit, an einer neurowissenschaftlichen Studie teilzunehmen, deren Ziel darin bestand, die Auswirkungen langfristiger Meditationspraxis auf das Gehirn zu untersuchen. Da es sich bei dem Gerät, in dem die Mönche zu diesem Zweck meditieren sollten, um einen so genannten funktionellen Magnetresonanztomographen handelte, konnten die Forscher (Lutz, Brefczynski-Lewis, Johnstone & Davidson, 2008) die Veränderungen der Gehirn­aktivität dabei im Computer quasi live mitverfolgen. Sie stellten fest: Obwohl den Mönchen wäh­rend der Meditation unangenehme Geräusche und Videos präsentiert wurden, spiegelte sich in ihren Gehirnen weder Gereiztheit noch Ärger wider. Stattdessen verstärkte sich die Aktivität in den Ge­hirnbereichen, die mit mütterlicher Liebe, Einfühlungsvermögen und anderen positiven Geisteszu­ständen zusammenhängen. Yongey Mingyur Rinpoche: "Das Unerfreuliche löste einen Zustand von tiefer Ruhe, Klarheit und Mitgefühl aus. Dieses Ergebnis fasst im Kern einen der Hauptvorteile buddhistischer Meditationspraxis zusammen: Die Chance, schwierige Umstände – und die sie im Allgemeinen begleitenden störenden Emotionen zu nutzen, um die Kraft und das Potenzial des menschlichen Geistes freizusetzen."


Hier können Sie den gesamten Artikel mit Literaturliste lesen und ausdrucken


 

 

Über die Begegnung westlicher Psychotherapie

 

mit östlicher Geistesschulung


Interview mit Dr. Ulrike Anderssen-Reuster,  Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie

 

Christa Spannbauer
Gemeinsam mit dem „Institut für Achtsamkeit und Stressbewältigung“ sowie Professor Joraschky vom „Universitätsklinikum Dresden“ sind Sie Veranstalterin des Kongresses „Bewusstseinskul­tur!“, der im April in Dresden stattfinden wird. Können Sie kurz darstellen, was die Zielsetzung des Kongresses ist?



Dr. Ulrike Anderssen-Reuster
Es ist unübersehbar, dass unser aktuelles Gesellschaftssystem viele Menschen krank macht. 20% der Grundschüler leiden derzeit unter chronischer Überrei­zung, die sich als ADHS, Schmerzsyndromen oder soziale Störungen zeigen kann. Psychisch gesunde Menschen reagieren auf die berufsbedingte ständige Überstimulation immer häufiger mit Burn-Out. Psychische Erkrankungen sind unterdessen die häufigsten Ursachen für Frühberentungen und Arbeitsunfähig­keit. In dem Dresdener Bewusstseinskultur-Kongress geht es um die hochrele­vanten Fragen danach, wie wir unseren Geist schützen können, wie wir die kost­bare Ressource Aufmerksamkeit pflegen und wie wir unsere Gehirn als die biologische Matrix un­seres Erlebens in einer bewussten und heilsamen Form nutzen können.

Die Referenten und Workshop-Leiter sind alle renommierte Experten, die sich als Ärzte, Psychothe­rapeuten, Pädagogen, Philosophen und Meditationslehrer beruflich intensiv mit der The­matik von Bewusstseinskultur und Achtsamkeit befassen. An den Vormittagen wird die Theorie von der Philosophie des Bewusstseins, über die Neurobiologie bis zur Gestaltung von heilsamen Bewusstseinszuständen vermittelt werden. An den Nachmittagen finden insgesamt 16 Workshops statt, die dann die Thematik praktisch vertiefen. 

Hier können Sie das gesamte Interview lesen und ausdrucken

 

 


Büchertipps



Meditation im Alltag: Gelassenheit finden in einer hektischen Welt.

Von Mark Williams und Danny Penman und Ursula Rahn-Huber. Mit CD von Petra Meibert. Arkana Verlag, 2011. http://bit.ly/wVqrSD

 



Achtsamkeit.
Von Johannes Michalak, Thomas Heidenreich und Mark Williams. Hogrefe Verlag, 2012. http://bit.ly/ygEXPy



Audio-CD: Achtsamkeitsübungen für die klinische Praxis und den Alltag. Von Johannes Michalak, Thomas Heidenreich und Mark Williams. Sprecherin Petra Meibert. Hogrefe Verlag, 2012. http://bit.ly/Aez6Wf



Connectedness. Warum wir ein neues Weltbild brauchen.
Hrsg. v. Gerald Hüther und Christa Spannbauer. Huber-Verlag, 2012.
http://bit.ly/wnzJn0

 

 

 

 


Seminartermine des IAS


MBSR-Weiterbildungen:

Schweiz:
Weiterbildung: Oktober 2012 – Januar 2014
Orientierungsveranstaltung: 09. Juni 2012
Beginn der Weiterbildung: 11.–14. Oktober 2012
Ort: Lassalle-Haus, Bad Schönbrunn bei Zug

 

Österreich:
Weiterbildung: Dezember 2012 – Mai 2014
Orientierungsveranstaltung: 30. September 2012
Beginn der Weiterbildung: 06.-09. Dezember 2012
Ort: in Wien

 

Hamburg:
Weiterbildung: Januar 2013 – Juni 2014
Orientierungsveranstaltung: 11. November 2012
Beginn der Weiterbildung: 10.-13. Januar 2013
Ort:  Clenze im Wendland

 

Würzburg:
Weiterbildung: Januar 2013 – Mai 2015
Orientierungsveranstaltung: 08. Dezember 2012
Weiterbildungsbeginn: 17.-20. Januar 2013
Ort: Benediktushof, Holzkirchen bei Würzburg

NRW – Hückeswagen:
Weiterbildung: Februar 2013 - 2014
Orientierungsveranstaltung: 09. Dezember 2012 (Hermeshof, Rommerskirchen)
Weiterbildungsbeginn: 21.-24. Februar 2013
Ort: Fritz-Perls-Institut, Hückeswagen


Information und Anmeldung: wie melde ich mich an


Achtsamkeitstrainings:

München: Beginn 20.-22. April 2012
Cuxhaven: Beginn 26.-28. Oktober 2012
Heidelberg (Wiesloch): Beginn 19.-21. Oktober 2012
Wien: Beginn 10.-11. November 2012
Dresden: Beginn 10.-11. November 2012
Schweiz: Beginn 16.-17. Februar 2013

Information und Anmeldung: http://www.institut-fuer-achtsamkeit.de/amt.html

Achtsamkeitstraining_Fortbildung


Herausgeber des Newsletters:

Institut für Achtsamkeit und Stressbewältigung
Kirchstr. 37
D-50181 Bedburg
Tel.: 0049(0)172-2186681
Fax: 0049(0)212-52083799
E-Mail: MBSR2002@aol.com
Internet: www.institut-fuer-achtsamkeit.de


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