

 Liebe Freundinnen und Freunde des Instituts für Achtsamkeit (IAS)
wir haben für diesen Newsletter das
Schwerpunktthema "(Selbst)Mitgefühl" gewählt.
Inhalt des Newsletters: 
- Aktuelle wissenschaftliche Studien zum Selbst-Mitgefühl mit einer fundierten Lektüreliste zusammengestellt von unserer Mitarbeiterin Sabine Bläser.
- Ein Interview mit dem Psychologen und Achtsamkeitslehrer Chris Germer über Selbstmitgefühl von Christa Spannbauer.
- Einen Text über Mitgefühl von Zen-Meister Bernie Glassman , der im Oktober 2011 einen Workshop am IAS gehalten hat.
- Hinweis auf den Kongress „Bewusstseinskultur!“ im April 2012 in Dresden –Begegnung westlicher Psychotherapie und buddhistischer Geistesschulung. Genaueres dazu findet ihr am Ende des Newsletters.
- Die Seminartermine des IAS
Wir danken beiden Referenten für ihre inspirierende Arbeit und möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, uns bei allen Referentinnen und Referenten des Instituts für ihren engagierten Einsatz zu bedanken. Euch allen wünschen wir von Herzen eine schöne und besinnliche (Vorweihnachts)Zeit.
Linda Lehrhaupt Petra Meibert
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Neues aus Wissenschaft und Forschung
Achtsamkeit in der Psychotherapie 
von Sabine Blaeser
Es war quasi eine kleine Revolution, als in den 70er Jahren die bis dahin rein lerntheoretisch geprägte Verhaltenstherapie um einen Aspekt reicher wurde: die Kognitionen. Schnell wurde damals klar, um wie vieles effektiver sich die Therapie gestalten ließ, wenn man berücksichtigte, welchen Einfluss die Gedanken der Patienten hatten. Heute, über 40 Jahre später, entdeckt die westliche Psychotherapie nun ein weiteres Potential – und zwar in der Fähigkeit, eben diese Gedanken loslassen und nicht-wertend beobachten zu können: ein wesentliches Element der Achtsamkeit.
Hier können Sie den gesamten Artikel mit Lektüreliste lesen und ausdrucken 
Der Weg zur Selbstliebe 
Interview mit Dr. Christopher Germer, Autor des Buches "Der achtsame Weg zur Selbstliebe"
Anfang November 2011 hielt der amerikanische Psychologe und Achtsamkeitslehrer Dr. Chris Germer einen Workshop zum Thema "Der achtsame Weg zur Selbstliebe" am IAS in Rommerskirchen. Mit seinem gleichnamigen Buch schrieb er eine fundierte Anleitung zur Entwicklung von Selbstmitgefühl. Die fast 40 Teilnehmer waren tief berührt und begeistert von seiner einfühlsamen Vermittlung der Praxis des Selbst-Mitgefühls. Die DozentInnen des Instituts nutzten die Möglichkeit zu einem Fortbildungstag mit ihm im kleinen Kreis, um über die Verbindung von MBSR, MBCT und MSC (Mindful Self-Compassion) zu sprechen und sich über den Stellenwert der Achtsamkeitspraxis in den Trainingsprogrammen auszutauschen. 

InterviewChrista Spannbauer:
Christopher, du bist ja nicht nur Psychologe, sondern auch Achtsamkeitslehrer. Wie kann uns die Achtsamkeitspraxis darin unterstützen, Selbstmitgefühl zu entwickeln?Achtsamkeit ist die Grundlage für Selbstmitgefühl. Achtsamkeit beinhaltet das Gewahrsein und die Akzeptanz der momentanen Erfahrung. Der erste Schritt zur Selbstliebe besteht immer darin, sich allen und damit auch den schmerzvollen Erfahrungen zu öffnen und wahrzunehmen, was geschieht. Wir wissen oft ja nicht einmal, dass wir leiden oder unter Stress stehen, weil wir es gar nicht mehr spüren können. Anstatt in unserem Körper präsent zu sein und zu spüren, was geschieht, ziehen wir uns in unseren Kopf zurück und grübeln über das Problem nach. Achtsamkeit aber gestattet uns die Erkenntnis: „Autsch! Das tut weh!“ Und dann können wir Mitgefühl mit uns selbst praktizieren. Das bedeutet im Rückkehrschluss auch, dass Selbstliebe die Achtsamkeit unterstützt. Normalerweise gehen die beiden Hand in Hand. Wenn wir jedoch mit schwierigen Gefühlen konfrontiert sind, mit Ärger, Furcht, Verzweiflung, Scham, dann fällt es uns oft schwer, achtsam zu bleiben. Instinktiv wehren wir uns gegen negative Gefühle, wenn wir uns überfordert oder gestresst fühlen. Die Praxis des Selbstmitgefühls kann uns Trost und Linderung verschaffen, wenn wir uns inmitten eines Strudels von Emotionen befinden und ermöglicht uns zugleich, achtsam zu bleiben. 
 | |  Chris Germer beim IAS-Workshop November 2011
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Hier können Sie das gesamte Interview lesen und ausdrucken 
Die Liebe in uns erwecken und in die Welt bringen 
Beitrag von Zen-Meister Bernie Glassman, einem Wegbereiter des sozial engagierten Buddhismus
Bernie Glassman war im Oktober 2012 zu einem Seminar ans Institut für Achtsamkeit gekommen. Der 72-jährige Zen-Meister ist einer der Pioniere und weltweit wichtigsten Vertreter des sozial engagierten Buddhismus. Für ihn beweist sich ein spiritueller Weg im tätigen Mitgefühl und im aktiven Eintreten für eine bessere Welt. 
 |  | |  Bernie Glassman beim IAS-Seminar
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| Bernie Glassman begann seine Zenpraxis bereits in den 60er Jahren und wurde von Taizan Maezumi Roshi, einem der ersten japanischen Meister, der Zen in den Westen brachte, zum Dharmahalter und Nachfolger ernannt. In den folgenden Jahren revolutionierte er die traditionelle Zenpraxis von innen heraus. Lieber als in der Zenhalle zu meditieren, führt er seine Schüler zu Straßenretreats in die Elendsviertel von New York oder zu Meditationsretreats in das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz.
Seine Präsenz und seine Menschlichkeit ebenso wie sein lebenslanges soziales Engagement beeindruckten die Teilnehmer/innen des eintägigen Workshops tief. |

Hier können Sie den Beitrag von Bernie Glassman lesen 

Kongress: Bewusstseinskultur!
Begegnung westlicher Psychotherapie und buddhistischer Geistesschulung
Herausforderungen und Grenzen

Wir freuen uns auf anregende Impulse von namhaften Wissenschaftlern, Psychotherapeuten, Philosophen und Neurowissenschaftlern zum Thema sowie vielfältige Selbsterfahrungsmöglichkeiten im Rahmen der praxisbezogenen Workshops.
ReferentInnen sind u.a.: Mark Epstein, Luise Reddemann, Chris Germer, Michael von Brück, Paul Fulton, Carola Roloff, Michael Harrer, Ralf Zwiebel, Wilfried Belschner, Ulrich Ott, Cornelius von Collande, Thomas Heidenreich, Johannes Michalak.
Der Kongress wird organisiert vom Institut für Achtsamkeit in Kooperation mit: Dr. Ulrike Anderssen-Reuster , Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie Städt. Krankenhaus Dresden-Neustadt und Prof. Peter Joraschky Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie Universitätsklinikum Dresden
Ort: Gebäudeensemble Deutsche Werkstätten in Hellerau Zeit: 13. - 15. April 2012
Alle relevanten Informationen finden Sie unter: www.bewusstseinskultur-kongress.de 
Seminartermine des IAS 
MBSR-Weiterbildungen:Würzburg: Orientierung: 26. November 2011 Weiterbildung: Januar 2012 – Mai 2013 Ort: Benediktushof, Holzkirchen bei Würzburg
NRW – Hückeswagen: Orientierung: 04. Dezember 2011 (Hermeshof, Rommerskirchen) Weiterbildung: März 2012 – Mai 2013 Ort: Fritz-Perls-Institut, Hückeswagen
Schweiz: Orientierung: 09. Juni 2012 Weiterbildung: Oktober 2012 – Januar 2014 Ort: Lassalle–Haus, Bad Schönbrunn bei Zug
Wien: Orientierung: 30. September 2012 Ausbildung: Dezember 2012 – Mai 2014 Ort: Wien
Information und Anmeldung: wie melde ich mich an 
Achtsamkeit und Akzeptanz in Psychotherapie, Psychiatrie und BeratungFortbildung zur Integration von Achtsamkeit in die Einzeltherapie März 2012: Bad Endbach bei Marburg
Information und Anmeldung: Achtsamkeit und Akzeptanz

Achtsamkeitstrainings:November 2011: Wien Dezember 2011: Dresden April 2012: NRW (Rommerskirchen) April 2012: im Raum München September 2012: Raum Heidelberg (Wiesloch)
Information und Anmeldung: Achtsamkeitstraining 
Weiterbildung zum MBCT-Lehrer/ zur MBCT-LehrerinDozenten: Dipl. Psych. Petra Meibert, Prof. Dr. Thomas Heidenreich, Prof. Dr. Johannes Heidenreich, Prof. Dr. Mark Williams 03. – 08. Januar 2012 Hückeswagen (bei Köln)
Information und Anmeldung: MBCT 
Achtsamkeitsretreat10. – 14. Juni 2012 Dr. Linda Lehrhaupt, Dr. Cornelius von Collande, Assistenz: Renée Kraemmer Ort: Benediktushof, Holzkirchen bei Würzburg
Information und Anmeldung: Retreat 
Herausgeber des Newsletters:
Institut für Achtsamkeit und Stressbewältigung Kirchstr. 37 D-50181 Bedburg Tel.: 0049(0)172-2186681 Fax: 0049(0)212-52083799 E-Mail: MBSR2002@aol.com Internet: www.institut-fuer-achtsamkeit.de
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